klybeckplus – Ein Stadtquartier entsteht

Bisherige Ergebnisse

In der Phase 1 von klybeckplus (städtebauliches Konzept) konnte sich die interessierten Baslerinnen und Basler 2016 und 2017 an geführten Arealtouren und an drei öffentlichen Beteiligungsveranstaltungen in die Programmformulierung für die Testplanung einbringen und die Ergebnisse der Planungsarbeit kommentieren. Die Erkenntnisse der Beteiligung wurden im Synthesebericht zur Testplanung zusammengefasst (Seiten 76-78) und am 21. November 2017 an einer Informationsveranstaltung präsentiert.Grundsätzliche Anforderungen der Teilnehmenden an die Arealentwicklung aus der 1. Phase sind (Fazit Veranstaltung 1):

  • Charakter und Ausstrahlung: Mut zur Vision, zur Innovation und zum Experiment.
  • Funktionen und Nutzungen: Stadt ist in erster Linie Beziehungsraum –und damit mehr als Wohnen und Arbeiten.
  • Städtebau und Freiraum: Ein dichter, durchlässiger Stadtteil für alle, geprägt durch brauchbare Freiräume.
  • Entwicklungsplanung: Der Kanton kauft Land und steuert die Entwicklung aktiv.

Für die Arbeit am Städtebaulichen Leitbild (Phase 2) haben die Teilnehmenden in der Phase 1 folgende Anforderungen und Ansprüche formuliert (Fazit Veranstaltungen 2 und 3):
Deutlich machen, was mit einer hohen baulichen Dichte (AZ 3.0) gemeint ist.

  • Deutlich machen, was unter "Freiraum" verstanden wird und welche Freiraumprinzipien wo gelten.
  • Hochhäuser werden als richtig erachtet. Anordnung und Höhe der Hochhäuser überprüfen und verständlich machen.
  • Die angestrebte bauliche Dichte verlangt nach verschiedenartigen, grossen zusammenhängenden Frei- und Grünflächen. Diese im Verhältnis zur baulichen Dichte darstellen und begründen.
  • Der Klybeckplatz wird begrüsst, ebenso die Vergrösserung des Horburgparks. Lage und Ausgestaltung dieser Orte und der weiteren Frei- und Grünräume darstellen und die Funktion und Nutzung der Frei- und Grünräume ausweisen und aufeinander abstimmen.
  • Die Freiraumachse schärfen. Dabei aufzuzeigen, wie sie gleichzeitig als Tramachse und als öffentlicher Freiraum funktionieren kann.
  • Darstellen, wie im Bereich von Rhein und Wiese Freiraum und Bebauung aussehen sollen. Insbesondere dem Rheinuferbereich wird für die Entwicklung des neuen Stadtteils eine hohe Bedeutung zugemessen. Rhein- und Wieseufer sollen öffentlich zugänglich und nutzbar sein.
  • Die Verteilung von Funktionen und Nutzungen aufzeigen, insbesondere die Verteilung und Art von Wohn- und Arbeitsflächen und der Wirtschaftsfläche. Aufzeigen, wie und an welchen Standorten vielfältige Nutzungsangebote entstehen können.
  • Ankernutzungen (städtisch relevante Leuchtturmprojekte) im Bereich Bildung, Kultur und Freizeit festlegen.
  • Gefordert wird ein Stadtteil, in dem sich alle Bevölkerungsgruppen wiederfinden können. Aufzeigen, wie durch strukturelle und typologische Festlegungen eine nachhaltige gesellschaftliche Durchmischung möglich wird.
  • Innovative Mobilitätskonzepte entwickeln, die zukünftige Trends berücksichtigen und neue Formen der Mobilität fördern. Eine Reduktion des MIV ist anzustreben.
  • Die Bedeutung der Verbindungsachsen Wiese-Klybeckplatz und Mauerstrasse für den ÖV, MIV und Langsamverkehr besser aufzeigen. Darstellen, wie der Verkehrsknoten Klybeckplatz Mobilitätskreuz und Aufenthaltsraum wird.
  • Identifikationsorte sind erwünscht. Aufzeigen, welche Rolle bestehende Gebäude als identitätsstiftende Elemente dabei spielen und welche Aufgabe der Nutzung und Bespielung des öffentlichen Raumes (Plätze, Parks) bei der Ausbildung von Identität zukommt.